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"Alles kann gemalt werden, ohne dargestellt zu werden." (Agnes Martin)

. . . dieses prägnante Plädoyer für die abstrakte Kunst lotete die kanadische / US-amerikanische Künstlerin Agnes Martin (1912 - 2004) auf sehr eigene Weise durch ihre charakteristischen meditativen Streifenbilder aus.



Malen ohne darzustellen, d. h. Wege in die Abstraktion zu finden, ist derzeit auch mein größter Übungspfad. Von Streifen oder geometrischen Formen wie denen von Agnes Martin bin ich jedoch weit entfernt. Die Empfindung von Farbe und Textur möchte ich auf den Malgrund bringen! Wie gieße, spachtele, drucke, male, spritze und reibe ich Farben, Pigmente und Massen auf die Leinwand, ohne dass das Ergebnis "beliebig" ausfällt ? Muss andererseits jeder Pinselstrich erklären können, warum er dort ist ? Reicht Intuition als Erklärung aus? Welchen Stellenwert möchte ich dem Zufall geben ? Und wie balanciere ich ihn gegen das aus, was man Plan oder bewusste Gestaltung nennt? Was passiert eigentlich beim "Farbenlesen" analog zum Wolkenlesen ? Wie reagieren die einzelnen Materialien und Medien in unterschiedlichen Kombinationen miteinander? Was davon ist reproduzierbar und wie ist es nutzbar ? Wann ist eine Arbeit "fertig"? Den Coronawinter nutze ich, wann immer meine rare Zeit es zulässt, zum Experimentieren - mit Farben, Pigmenten, Marmormehl, Blitzzement, Spachtelmassen, Gelatine, Resin, Acryldispersion, Vinylkleber u. a. "Schau mer mal, was dabei herauskommt . . ." :-)



                 

 

                                                                                            

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