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Eine Augenreise in die Provence - auf den Spuren van Gogh's

Derzeit reise ich nur in Gedanken, oder mit dem Rad in der umliegenden Natur, oder mit meinen Augen von Blatt zu Blatt auf einer Sommerwiese.

Im Sommer vor "Corona" aber besuchte ich van Goghs Lebens- und Wirkorte in der Provence, jene Orte in Südfrankreich, an dem er das südliche Licht entdeckte, und die zu Sujets vieler seiner wunderbaren Gemälde wurden.

Ich besuchte die aktuelle Van Gogh-Ausstellung und das legendäre "Nachtcafe" in Arles, sah den Sternenhimmel des Nachts über dem Rhoneufer und die charakteristischen Zypressen und Sonnenblumenfelder durch van Gogh`s Augen. Ich lernte das besondere Licht und den Mistral kennen, den stürmischen Fallwind dieser Region, der Vincent dazu nötigte, bei der Arbeit draußen die Leinwand an einem Baum festzubinden oder das Maltuch mit den Füßen auf dem Boden festzuhalten.

Ähnlich erging es mir selbst bei meinen Versuchen der Plein Air Malerei in der Provence. Dazu kam, dass die Acrylfarben vorschnell in der Sonne trockneten, so dass ich bald zu Ölpastellkreiden wechselte, die in der Hitze angenehm weich und pastos dahinschmolzen.


Vinent van Gogh in seinen Gemälden:

  • Das "Nachtcafe" in Arles 1888 und heute :


  • "Garten des Hospitals" 1889 und heute:


  • "Van Gogh's Stuhl" 1888 und der Stuhl in meinem Hostelzimmer, der direkt diesem Gemälde entsprungen zu sein schien :


Angeregt durch Vincent entstanden in der Provence eigene kleine Studien, die naiv und ganz anders daherkommen als meine sonstigen Bilder :-)




Fotos aus Arles: I.Schurig