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Wälder voller Farben von zwei Künstlerinnen



Heute möchte ich an dieser Stelle mal zwei Malerinnen ehren, deren Bilder mich sehr inspirieren und in mir klingen: Hanne Karch und Anett Münnich.

Die beiden Künstlerinnen, ihre großformatigen Bilder und die dazugehörigen Vorträge habe ich anlässlich ihrer öffentlichen Präsentationen zum Studienabschluss an der AFMB (Akademie für Malerei Berlin) 2018 und 2019 kennengelernt. ( Die Fotos bilden ihre Meisterschüler-Kataloge ab.)


Sowohl während des spannenden Kurses "Galeriewelten Berlins", den ich im Mai / Juni 2019 via VHS Mitte besucht habe, als auch auf eigenen Streifzügen, habe ich bestimmt ca. 20 bis 30 Galerien besucht und dort viel zeitgenössische Kunst gesehen - aber kaum solche farbstarken, bewegenden und virtuosen Malereien wie von diesen beiden Frauen. . .


Sie haben ähnliche malerische Themen (Farbwälder bzw. abstrahierte Natur in expressionistischen Farben), aber dennoch je ihren unverwechselbaren Ausdruck und ihre einzigartige malerische Handschrift gefunden. Das zeigt, dass zu diesen Themen noch lange nicht alles gemalt ist und dass es möglich ist, trotz einer Art inhaltlichen schwesterlichen Verwandschaft immer wieder eigene Bildsprachen zu finden :-)

Übrigens:

Ca. drei Viertel der Kunst in Berliner Galerien stammt immer noch von Männern.

Auch in Bildbänden und Kunstführern sind Frauen als Künstlerinnen oft deutlich unterrepräsentiert. Die Medien schenken ihnen tendenziell immer noch weniger Aufmerksamkeit als Männern. Eine 50-prozentige Frauenquote wäre auch hier dringend angebracht . . .

Die Galerie Root in Berlin bildet hier glücklicherweise eine Ausnahme, u. a. auch Hanne Karch wird von ihr vertreten, zur Zeit gerade im Rahmen der Ausstellung "Schnittstelle Holz":

Es gibt eine Studie von Professor Roman Kräussl und Coautoren, die zum Gender-Thema in der Kunstwelt forschen, welche mir als PDF vorliegt. (*) Die Studie untersucht anhand eines Experimentes, wie von Frauen und Männern produzierte Kunstwerke jeweils von Betrachtern wahrgenommen werden und ob sie sich in deren Augen qualitativ und /oder inhaltlich voneinander unterscheiden. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass es diesbezüglich keine "Frauenkunst" gibt.

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(*) R. Adams, R. Kräussl, M. Navone, P. Verwijmeren: Is gender in the eye of the beholder? Identifying cultural attitudes with art auction prices. "

Coverfotos der Kataloge: I. Schurig, mit freundlicher Genehmigung der Urheberinnen

                 

 

                                                                                            

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